Hauswirtschaft geht in's Quartier - aber wie?

In welcher Form tritt Hauswirtschaft denn nun im Quartier auf? 

  • Zum einen gibt es viele soziale Einrichtungen, die den Weg der Dezentralisierung gehen. Das heißt wir finden immer öfter kleine (Teil) Einrichtungen, wie z. B. Wohngruppen von Pflegeheimen, die kleinräumig angesiedelt und in Wohngebieten integriert sind. Die große zentrale soziale Einrichtung, die quasi isoliert "auf dem Berg" angesiedelt ist und alle Wohnformen und weitere Angebote eines Trägers vereint, wird mehr und mehr aufgelöst.
  • Zum anderen kommt hinzu, dass die dezentralen Strukturen sozialer Einrichtungen bewirken, dass hier auch Angebote geschaffen werden, die als eine Öffnung der Einrichtung nach außen zu verstehen sind: dies können ein Café, ein Mittagstisch oder Veranstaltungen für und mit Bewohner*innen aus dem Umfeld sein.
  • Schließlich entstehen in vielen Quartieren Angebote der Essensversorgung (z. B. Mittagstisch) oder Angebote mit haushaltsbezogener Bildung. Nicht immer sind die sozialen Einrichtungen hier haupt verantwortliche Akteure, oft aber beteiligt. 
  • In der Ausgestaltung von Treffpunkten im Quartier wird Hauswirtschaft ebenso sichtbar, wie in ambulanten Diensten, die im Quartier und in den privaten Wohnungen hauswirtschaftliche Versorgung leisten und von immer mehr Menschen nachgefragt werden. So hält Hauswirtschaft quasi wortwörtlich Einzug ins Quartier.